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Mehr.Wert - Orientierung in komplexer Zeit
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Auf meinem morgendlichen Spaziergang bleibe ich oft auf einer Brücke stehen und schaue auf den Bach. Dort kam mir ein Satz, der mich seitdem beschäftigt:
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Wasser fließt, weil es gehalten wird.
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Ich merke gerade selbst, wie viel Vertrauen es braucht, loszulassen und Halt anzunehmen.
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Das Gefälle bringt das Wasser in Bewegung. Doch Ufer und Bachbett geben seinem Lauf Richtung. Sie halten es, ohne es anzuhalten.
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An dieses Bild denke ich auch, wenn ich die wirtschaftspolitische Debatte verfolge. Dort wird viel darüber gesprochen, welche Regeln wegmüssen, damit mehr Bewegung entsteht. Zu Recht: Bürokratie und Kontrolle können ausbremsen.
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Diese Woche hat die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 1,3 Prozent angehoben. Gleichzeitig erwartet das Wirtschaftsministerium, dass sich private Investitionen erst im Laufe des nächsten Jahres schrittweise erholen. Gründe sind unter anderem geopolitische Unsicherheit, Kosten und strukturelle Probleme.
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Nicht alle diese Risiken können wir beeinflussen. Eine Investition bleibt ein Wagnis. Aber unklare Regeln und unverlässliche Zusagen sind etwas anderes als ein unsicherer Markterfolg.
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Erfolg lässt sich nicht garantieren. Doch wer Regeln setzt und Zusagen macht, trägt Verantwortung dafür, dass andere damit planen können.
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Wer Verantwortung übernehmen soll, braucht Freiraum. Und er muss wissen, wer entscheidet und welche Zusagen gelten. Sonst wird Freiheit schnell zur Zumutung.
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Weder immer mehr Regeln noch ihr bloßer Abbau sind deshalb schon die Antwort. Entscheidend ist, ob der Rahmen Menschen Halt gibt, damit sie eigenständig handeln können, oder ob er sie festhält.
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Herzliche Grüße Dein David
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Neue Podcast-Folge: Wie viel Sicherheit ist genug? Sparen, investieren und Gottvertrauen
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Sparen gilt als vernünftig. Aber irgendwann stellt sich die Frage, ob Sicherheit selbst zum Ziel wird. In der neuen Folge von Gott, Geld und Gewissen spreche ich mit Dr. Bernd Villhauer darüber, warum Sparen so stark mit Emotionen verbunden ist, wann Investieren die sinnvollere Entscheidung sein kann und was Gottvertrauen an unserem Verhältnis zu finanzieller Sicherheit verändert.
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Besonders hängen geblieben ist bei mir ein Gedanke: Vielleicht bedeutet Gottvertrauen auch, dass Gott uns zutraut, verantwortliche Entscheidungen zu treffen.
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David Müller · Roggenweg 23 · 71364 Winnenden
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